2012-09-24 – Closing event of the think tank group

SNV final eventVorstellung der Arbeitsergebnisse & Diskussion mit geladenen Gästen
Datum 24.09.2012
Uhrzeit 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr
Berliner Freiheit 2, Beisheim Center
Gäste
  • Dr. Wolfgang Jamann – Generalsekretär und Vorstandsvorsitzender der Welthungerhilfe und Vorsitzender der Stiftung der Welthungerhilfe.
  • Dr. Martin Sonnenschein ist Managing Director Central Europe und gewähltes Mitglied des weltweiten Board of Directors von A.T. Kearney.
Moderation
  • Dr. Knut Bergmann ist Leiter des Hauptstadtbüros des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.
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Internal versus external complexity

The internal complexity of an organisation has to match the external complexity it faces. It is a common management belief. Not so, say the Dornbrachts, owners of the German luxury faucet producer. Instead they advocate simplifying complexity to make it more manageable. No expensive computer equipement, no analysts to crunch huge amounts of data. A model to be copied by other companies?

Eine vielgehörte Komplexitätsweisheit ist der auf Ashby zurückgehende Grundsatz, dass die Binnenkomplexität einer Organisation die Komplexität der Umwelt widerspiegeln muss. Werden die Kunden internationaler, muss z.B. auch Siemens internationaler werden. Diesem Grundsatz stellt sich der Iserlohner Armaturenhersteller Dornbracht entgegen. In einem kurzen Artikel berichtet die heutige FTD über den Komplexitätsbewältigungsansatz der beiden Inhaber: “Ach was, sagte Matthias Dornbracht. Ach was, sagte auch Andreas Dornbracht, der zwei Jahre ältere Bruder. Komplexität lässt sich nicht durch noch mehr Komplexität in den Griff kriegen. Im Gegenteil: “Man muss die Komplexität abbauen, bei den Strukturen abspecken.” Und genau das haben die Brüder dann gemacht.”

http://www.ftd.de/karriere-management/management/:fraktale-fabrik-weniger-bringt-s-mehr/70059631.html

Komplexitätsforschung hat keinen großen Einfluss auf die Iserlohner gehabt: “Dornbracht kennt den wissenschaftlichen Hintergrund, aber allzu sehr möchte er nicht darauf eingehen. Theorie interessiert ihn wenig, er ist ein Mann der Praxis.” Hier bestätigt sich wieder, was dem Team “Leading in Complexity” auch aufgefallen ist: Die Komplexitätsforschung ist sehr weit und sehr gut, aber sie kann die praktische Relevanz ihrer Erkenntnisse nicht immer herausstellen. Ein Einwand mag sicherlich sein, dass Dornbracht vielleicht Weltmarktführer bei Luxus-Armaturen sei, dass es sich aber trotzdem um eine eher unterkomplexe Firma handelt und sie daher auf ein übliches Komplexitätsmanagement (mit umfassenden Software-Lösungen zur Bewältigung komplexer Datenströme) verzichten kann. Dennoch stellt Dornbracht den Kern deutscher Wertschöpfung dar, den soliden Mittelständler, der mit Spitzenqualität international erfolgreich ist. Die Dornbracht-Brüder lassen sich nicht durch scheinbare Komplexitätsexperten nervös machen und gehen das Thema mit simplen, aber erprobten Management-Methoden an. Das kann ein Vorbildwirkung haben.